WR216 – Der Prophet, die Insel und der Stein der Weisen: Die Hubbert-Kurve
San Antonio, 8. März 1956. Ein texanischer Geologe steht vor der versammelten Ölindustrie und sagt einen Satz, der ihm jahrelang das Leben schwer macht: In vierzehn Jahren ist die amerikanische Ölförderung am Ende. Man verspottet ihn. Man versucht, ihn mundtot zu machen. Sein Name: Marion King Hubbert. Und vierzehn Jahre später bekommt er recht — auf den Monat genau.
Hubberts Glockenkurve beschreibt das Leben eines endlichen Rohstoffs. Aufstieg, Peak, unaufhaltsamer Niedergang. Was Hubbert fürs Öl gerechnet hat, hat sich später auf einer winzigen Insel im Pazifik in Reinform abgespielt — und gilt heute für ein chemisches Element, das ein Hamburger Alchemist 1669 aus 5.700 Litern Urin destilliert hat. Ein Element, von dem 70 Prozent der Weltreserven in einem einzigen Land liegen. Und ohne das wir keine acht Milliarden Menschen ernähren könnten.
Eine Folge über drei Geschichten, eine Kurve — und die Frage, was passiert, wenn wir so tun, als gäbe es Dinge, die niemals zu Ende gehen.
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