Worum es in dieser Folge geht
Die erste Generation der RAF sitzt im Gefängnis, doch der Kampf geht weiter. Die Häftlinge prägen Begriffe wie „Isolationsfolter“ und „Vernichtungshaft“, verlangen den Status von Kriegsgefangenen und setzen zum ersten Mal den Hungerstreik ein. Wir erzählen die Geschichte von Holger Meins, Filmemacher aus Hamburg, der an den Folgen eines Hungerstreiks stirbt.
Am 24. April 1975 besetzt das „Kommando Holger Meins“ die deutsche Botschaft in Stockholm, um Gefangene freizupressen. Die Bundesregierung gibt nicht nach. Außerdem geht es um den Prozess in Stuttgart-Stammheim, den Tod von Ulrike Meinhof im Mai 1976 und um Brigitte Mohnhaupt, die in der Haft von Baader und Ensslin auf eine Führungsrolle vorbereitet wird. Als sie im Februar 1977 entlassen wird, hat die zweite Generation eine Anführerin.
Kurz gefragt
Was geschah bei der Geiselnahme von Stockholm?
Sechs RAF-Mitglieder besetzten die Botschaft, erschossen zwei Diplomaten und zündeten schließlich Sprengstoff. Zwei der Täter starben an den Folgen der Explosion.
Was ist ein Kassiber?
Eine geheime schriftliche Nachricht eines Gefangenen an andere Gefangene oder nach draußen. Aus Stammheim wurden solche Kassiber regelmäßig von den Anwälten geschmuggelt.
Wie oft traten die RAF-Häftlinge in den Hungerstreik?
In den folgenden Jahren insgesamt zehn Mal.