Worum es in dieser Folge geht
Im dritten Teil unserer Everest-Reihe geht es um die Jahrzehnte der „Firsts“. 1975 steht mit Junko Tabei die erste Frau auf dem Gipfel, 1978 gelingt Reinhold Messner und Peter Habeler der Aufstieg ohne Flaschensauerstoff. Wir erklären dabei, warum die Luft da oben zum Problem wird und was die Todeszone ist. 1980 folgen die erste Winterbesteigung durch die Polen Leszek Cichy und Krzysztof Wielicki und Messners Alleingang im Alpenstil, ohne Hochlager und Fixseile. Danach werden immer neue, schwierigere Routen eröffnet.
Wir schauen auch darauf, warum am Everest ohne Sherpa kaum etwas geht, und erklären das Lagersystem auf der nepalesischen Südroute: vom Basislager auf 5365 Metern durch den gefährlichen Khumbu-Eisbruch bis zu Lager 4 auf dem Südsattel. Ein Aufstieg dauert im Schnitt rund 60 Tage. Mit dem kommerziellen Bergsteigen ab Ende der 80er kommt es in der Todeszone sogar zu Staus. Nach weiteren Rekorden der 90er, etwa Tim Macartney-Snapes Weg vom Meeresspiegel bis zum Gipfel, erzählen wir vom Unglück im Jahr 1996, das als Vorlage für den Film „In eisige Höhen“ diente.
Kurz gefragt
Wer bestieg den Everest zuerst ohne Flaschensauerstoff?
Reinhold Messner und Peter Habeler am 8. Mai 1978.
Wer war die erste Frau auf dem Everest?
Die Japanerin Junko Tabei, am 16. Mai 1975.
Warum sind Sherpa so wichtig für Everest-Expeditionen?
Sie leben seit Generationen in großer Höhe, sind genetisch daran angepasst und kennen Gelände und Wetter. Sie arbeiten als Träger, Führer und Köche.