Was folgt ist ein eine Odyssee die sich über ein Jahrzehnt spannt und international für Aufsehen sorgt. Schließlich ändert sich mit dem Besuch der indischen Ministerpräsidentin alles: Indira Gandhi sorgt dafür, das sie ihren Palast erhält. Aber damit ist die Geschichte noch lange nicht zu Ende erzählt…
Worum es in dieser Folge geht
Wir starten im Jahr 1722 in Faizabad, wo Saadat Khan Nawab der Provinz Avadh wird, die die Briten später Oudh nennen. Wir erzählen, wie das Mogulreich zerfällt, wie die Nawabs von Oudh zu Reichtum kommen und wie die Britische Ostindien-Kompanie ihnen am Ende alles nimmt. Diese Geschichte ist der Hintergrund für einen der seltsamsten Auftritte des 20. Jahrhunderts.
In den 1970er Jahren richtet sich eine Frau mit ihren Kindern und Bediensteten im Hauptbahnhof von Neu-Delhi ein. Sie nennt sich Begum Wilayat Mahal und verlangt als Nachfahrin des Königshauses von Oudh einen Palast. Nach Jahren des Protests besucht Indira Gandhi die Familie, 1985 zieht sie in das verfallene Jagdschloss Malcha Mahal mitten in einem Wald in Neu-Delhi. Erst nach dem Tod ihres Sohnes 2017 deckt die Journalistin Ellen Barry auf, wer die Begum wirklich war.
Kurz gefragt
Wer war Begum Wilayat Mahal wirklich?
Laut den Recherchen von Ellen Barry eine Frau namens Wilayat Malik, die in Pakistan gelebt hatte und 1962 nach Indien zurückkehrte. Die Geschichte von der adligen Herkunft war erfunden.
Was ist das Malcha Mahal?
Ein altes Jagdschloss in einem dichten Waldgebiet in Neu-Delhi, das die indische Regierung der Familie 1985 überließ.
Wie wurde der Betrug aufgedeckt?
In den Ruinen des Palasts fand Barry Briefe und Zahlungsbelege eines Bruders aus England. Ihre Reportage „The Jungle Prince of Delhi“ wurde für den Pulitzer-Preis 2020 nominiert.