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WR020 – Wie ein taubblindes Mädchen beginnt die Welt zu entdecken…

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Heute lernen wir Helen Keller kennen, ein lebensfrohes kleines Kind, bis sie durch eine Krankheit mit 19 Monaten taub und blind wird. Das Kind lebt in einer dunklen und einsamen Welt, bis irgendwann die selbst fast blinde Lehrerin Anne Sullivan in ihr Leben tritt und das Leben des Mädchens grundlegend verändert.

Worum es in dieser Folge geht

Tuscumbia, Alabama, 5. März 1887: Die junge Lehrerin Anne Sullivan kommt zur Familie Keller, um deren Tochter Helen kennenzulernen, die Verwandte ein „kleines Monster“ nennen. Helen, geboren 1880, war ein gesundes und aufgewecktes Kind, bis sie mit 19 Monaten schwer erkrankte, vermutlich an einer Hirnhautentzündung. Seitdem kann sie weder sehen noch hören. Mit ihrer Mutter entwickelt sie ein paar einfache Zeichen, doch ihre Frustration entlädt sich in Wutanfällen.

Anne Sullivan, selbst fast blind, buchstabiert Helen Wörter in die Hand. Der Durchbruch kommt an der Wasserpumpe im Garten: Anne lässt Wasser über Helens Hand laufen und buchstabiert dabei „Wasser“. Danach will Helen für alles ein Wort. Bald liest sie Shakespeare, die Zeitungen berichten über das Wunderkind, sogar Queen Victoria hört davon. Mit zehn Jahren sammelt Helen Spenden für den taubblinden Tommy Stringer und beschließt, sprechen zu lernen. Wir erzählen auch, wie eine Geschichte von ihr als Plagiat galt und wie sie damit umging.

Kurz gefragt

Wie verlor Helen Keller Seh- und Hörvermögen?
Durch eine schwere Krankheit mit 19 Monaten, vermutlich eine Hirnhautentzündung.

Wer war Anne Sullivan?
Helens Lehrerin, die ab 1887 bei der Familie lebte, ihr Wörter in die Hand buchstabierte und sie ihr Leben lang begleitete.

Was geschah an der Wasserpumpe?
Dort verstand Helen, dass die Zeichen in ihrer Hand Dinge bezeichnen. Anne buchstabierte „Wasser“, während Wasser über ihre Hand lief.