Manche Menschen vollbringen ganz besondere Dinge und bleiben trotzdem irgendwie immer im Hintergrund. Heute geht es um eine sehr besondere Wissenschaftlerin, die in ihrem langen Leben eine Menge Hinternisse hinter sich lassen konnte.
Ihre ganz einzigartige Lebensgeschichte steht heute im Mittelpunkt. Und natürlich schauen wir uns auch ihre größte Entdeckung an.
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Worum es in dieser Folge geht
Inge Lehmann wird 1888 in Kopenhagen geboren, in eine Familie mit starken, emanzipierten Frauen. Sie besucht die erste gemeinsame Schule für Mädchen und Jungen in Kopenhagen, gegründet von der Physikerin Hanna Adler, einer Tante von Niels Bohr. Wir erzählen, wie schwer es Frauen damals in der Wissenschaft hatten und wie Lehmann über Mathematik und Versicherungsmathematik zur Seismologie kam.
In den 1920er Jahren hilft sie beim Aufbau seismologischer Stationen in Dänemark und Grönland. Ein großes Erdbeben bei Neuseeland 1929 liefert ihr Daten, die nicht ins gängige Bild passen: Einige Wellen tauchen dort auf, wo sie eigentlich nicht sein dürften. 1936 schlägt sie vor, dass die Erde einen festen inneren Kern hat, umgeben von einem flüssigen äußeren Kern. Bestätigt wird das erst Jahrzehnte später.
Kurz gefragt
Was hat Inge Lehmann entdeckt?
Dass der Erdkern aus einem festen inneren und einem flüssigen äußeren Teil besteht. Die Grenze dazwischen heißt heute Lehmann-Diskontinuität.
Woher weiß man, dass der äußere Kern flüssig ist?
S-Wellen laufen nicht durch Flüssigkeiten. Im äußeren Kern zeigen sie deshalb einen Schatten.
Wann wurde Lehmanns Theorie bestätigt?
1970, als empfindlichere Seismographen Wellen messen konnten, die am festen inneren Kern abgelenkt wurden.