Seine Geschichte, der Aufstieg bis in die höchsten Kreise der Monarchie in St. Petersburg, seine besondere Verbindung zur Zarenfamilie und das Attentat, dass letztendlich sein Leben beendete, haben wir heute für euch im Gepäck.
————
Ein paar weiterführende Links zum Thema:
https://www.britannica.com/biography/Alexandra-empress-consort-of-Russia
https://de.wikipedia.org/wiki/Grigori_Jefimowitsch_Rasputin
https://www.smithsonianmag.com/history/murder-rasputin-100-years-later-180961572/
https://www.youtube.com/watch?v=MkG1J5SZ_kw
Worum es in dieser Folge geht
Am 21. Januar 1869 wird in Pokrowskoje in Westsibirien Grigori Rasputin geboren. Über seine Jugend ist fast nichts bekannt, außer dass er wie die meisten Bauern lange Analphabet blieb. Mit 18 heiratet er, doch ab 1897 zieht er als Pilger durchs Land, nach einem prägenden Aufenthalt im Kloster von Werchoturje. Schon an dieser Stelle machen wir deutlich: Über kaum eine Figur kursieren so viele widersprüchliche Geschichten, und vieles wurde von seinen Gegnern geschrieben.
In St. Petersburg gelangt Rasputin an den Zarenhof. Der Thronfolger Alexei ist Bluter, und nach angeblichen Wunderheilungen gewinnt Rasputin das Vertrauen von Zar und Zarin, vor allem der Zarin. Wir überlegen, was hinter den Heilungen gesteckt haben könnte, etwa dass Ärzte damals Aspirin gaben, das bei Blutern schadet. Sein Einfluss macht ihm mächtige Feinde. 1916 wird er von Adligen um Fürst Jussupow ermordet. Die Legende vom Mann, der Gift und Schüsse überlebte, stammt wohl von den Tätern selbst, bei der Obduktion fand man kein Gift. Die Täter blieben fast unbestraft, und der Zar verlor an Rückhalt.
Kurz gefragt
Wer war Rasputin?
Ein sibirischer Wanderprediger, der als Heiler großen Einfluss auf die russische Zarenfamilie gewann.
Warum vertraute die Zarin Rasputin?
Nach ihrer Überzeugung half er ihrem Sohn Alexei, der an der Bluterkrankheit litt, bei mehreren lebensgefährlichen Blutungen.
Stimmt es, dass Rasputin Gift überlebte?
Wahrscheinlich nicht. Bei der Obduktion wurde kein Zyankali gefunden, die Geschichte stammt vermutlich von den Attentätern.