Die Geschichte der Papstwahlen ist spannender als man vermuten würde. Heute sagt man ganz automatisch „Konklave“, wenn man die Papstwahl meint, doch das war nicht immer so. Wir schauen heute mal auf ein paar besondere Papstwahlen, die Menschen, die das Prozedere entscheidend geprägt haben und ganz allgemein wir so ein Konklave eigentlich funktioniert.
Diese Folge ist ausnahmsweise einmal ein aktuelles Thema zur Wahl des Nachfolgers von Papst Franziskus, deshalb gibt es heute auch keine Premium Folge, sondern eine für all unsere Hörer!
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Worum es in dieser Folge geht
Am 7. Februar 1878 stirbt Papst Pius IX., und für den Camerlengo Vincenzo Pecci beginnt die Sedisvakanz, die Zeit des leeren Stuhls. Er muss die Beerdigung organisieren, die Kirche verwalten und die Papstwahl vorbereiten. Weil Italien kurz zuvor den Kirchenstaat geschluckt hat, wollen viele Kardinäle lieber auf Malta wählen. Pecci entscheidet sich für Rom und die Sixtinische Kapelle, erst die dritte Wahl, die dort stattfindet. Am Ende wird er selbst gewählt und nennt sich Leo XIII.
Dann gehen wir zurück zur Frage, woher das Konklave überhaupt kommt. Die Wahl von 1268 bis 1271 in Viterbo zieht sich fast drei Jahre hin. Die Bürger sperren die Kardinäle ein, setzen sie auf Wasser und Brot und decken schließlich das Dach des Palastes ab. Wir erzählen, welche Regeln Gregor X. daraus ableitet, und erklären, wie eine Papstwahl heute abläuft, von der Zweidrittelmehrheit über den Raum der Tränen bis zum weißen Rauch.
Kurz gefragt
Was bedeutet „Konklave“?
Wörtlich „mit dem Schlüssel“. Die Kardinäle werden für die Wahl eingeschlossen.
Welche Papstwahl dauerte am längsten?
Die Wahl von 1268 bis 1271 in Viterbo. Die Bürger setzten die Kardinäle auf Wasser und Brot und deckten das Dach des Palastes ab, rund zehn Prozent der Wähler starben.
Wie viele Stimmen braucht ein neuer Papst?
Mehr als zwei Drittel. Nach 34 erfolglosen Wahlgängen ist eine Stichwahl möglich.