Heute geht es nach Norddeutschland. Gute Reise!
Worum es in dieser Folge geht
Wir beginnen mit einer Behauptung: Die Lüneburger Heide sei ein ungewolltes Nebenprodukt der Salzindustrie, eigentlich müsste dort überall Wald stehen. Stimmt das? Wir erklären zuerst, wo die Heide liegt, im Dreieck zwischen Hamburg, Hannover und Wolfsburg, was „Heide“ ursprünglich bedeutet, nämlich unbebautes, unfruchtbares Land, und dass sich nach der letzten Eiszeit auf den Sandböden tatsächlich Wälder ausgebreitet hatten.
Dann geht es nach Lüneburg, das durch Salz zu einer der reichsten Städte Deutschlands und zum Mitglied der Hanse wurde. Wir erzählen die Sage von der weißen Wildsau und erklären, wie in den Siedehütten der Saline Salz gewonnen wurde, unter Hitze und klebriger Luft. Für etwa 150 Kilogramm Salz brauchte man einen Raummeter Holz. Die Saline schloss erst, als Heizöl in der Ölkrise zu teuer wurde. Die Auflösung: Die Heide war schon lange vorher durch intensive Weidewirtschaft entstanden, das Holz für die Saline wurde sogar aus Mecklenburg importiert. Heute halten Heidschnucken die Landschaft offen.
Kurz gefragt
Ist die Lüneburger Heide durch die Salzgewinnung entstanden?
Nein. Sie entstand schon vorher durch intensive Beweidung. Das Holz für die Lüneburger Saline kam zum Teil von weit her, etwa aus Mecklenburg.
Warum war Lüneburg so reich?
Wegen des Salzes. Die Saline machte die Stadt wohlhabend und zu einem wichtigen Mitglied der Hanse.
Warum gibt es in der Heide so viele Schafe?
Die Heidschnucken verhindern, dass die Heide wieder zuwächst. Die Schäferei dient heute vor allem der Landschaftspflege.