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WR073 – Meisterdieb mit Charme: Vincenzo Pipino

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In jedem Beruf gibt es ganz besondere Menschen. Bei Kriminellen ist das genau so. Heute führt uns unsere Reise nach Venedig. Dort lernen wir einen ganz außergewöhnlichen Menschen kennen.
Vincenzo Pipino ist ein Berufskrimineller, der sich aber in seiner eigenen Stadt ein gewisses Ansehen erarbeitet hat. Mehr möchte ich noch gar nicht verraten.
Viel Spaß mit der neuen Folge!

Worum es in dieser Folge geht

Venedig, 1951: Ein kleiner Junge rollt eine gestohlene 50-Liter-Milchkanne durch die Gassen, um sie beim Schrotthändler gegen etwas zu essen einzutauschen. Es ist Vincenzo Pipino, geboren 1943 im Stadtteil Castello als ältestes von fünf Kindern eines Fährmanns. Nach einem Schulverweis arbeitet er als Kind in einem Bestattungsinstitut und als Bäckerbote, und aus Lieferungen ins Arsenal der Marine trägt er schon mal einen 30-Kilo-Sack Zucker hinaus.

Daraus wird eine Karriere mit mehr als 3000 Diebstählen aus Museen, Galerien, Banken und Privathäusern, dazu Raubzüge bei Juwelieren mit insgesamt rund drei Tonnen Gold. Dabei hält Pipino an strengen Regeln fest: keine Gewalt, keine Erpressung, und selbst verschütteten Zucker wischt er auf. Sein Meisterstück gelingt ihm 1991 mit dem ersten erfolgreichen Diebstahl aus dem Dogenpalast. Wir erzählen, wie es dazu kam, welche Rolle ein Mafiaboss spielte und wie das Gemälde am Ende zurückkam.

Kurz gefragt

Wer ist Vincenzo Pipino?
Ein venezianischer Meisterdieb, geboren 1943, der für tausende gewaltfreie Diebstähle und seinen Ehrenkodex bekannt wurde.

Was war sein bekanntester Coup?
1991 stahl er als Erster erfolgreich ein Gemälde aus dem Dogenpalast in Venedig.

Welche Regeln hatte Pipino?
Er wendete nie Gewalt an, lehnte Erpressung ab und versuchte, bei Einbrüchen möglichst nichts zu beschädigen.