WR207 – Groß-Simbabwe: Goldhandel, Steinkunst und 100 Jahre Lüge
Mitten im südlichen Afrika, auf einem glühend roten Granitfels, erhebt sich eine Stadt aus Stein – ohne Mörtel, ohne Gerüst, und doch seit 700 Jahren unerschütterlich. Groß-Simbabwe war im Mittelalter eine der größten Metropolen der Welt: 18.000 Menschen, ein Goldhandel der bis nach China reichte, und Mauern, deren Baukunst Archäologen noch heute in Staunen versetzt.
Aber als Europäer die Ruinen im 19. Jahrhundert entdeckten, weigerten sie sich, die Wahrheit zu sehen. Stattdessen erfanden sie Phönizier, die Königin von Saba – alles, nur um nicht zugeben zu müssen, dass eine schwarzafrikanische Zivilisation etwas Derartiges geschaffen hatte. Was folgte, war ein Jahrhundert aus Pseudowissenschaft, politischer Zensur und systematischer Plünderung.
In dieser Folge nehmen Cris und Jan euch mit auf eine Reise ins mittelalterliche Simbabwe: Wir entdecken, wie die Shona eine Stadt ohne einen einzigen Nagel erbauten, warum Goldbarren einst den Weg bis an Chinas Kaiserhöfe fanden – und wie eine mutige Archäologin mit ihrem Spaten die Lüge eines ganzen Kolonialregimes aushebelte.
Und wir erklären, warum ein ganzes Land heute nach diesen Steinen benannt ist.
