Auf Wunsch von gleich zwei unserer HörerInnen, gibt es heute die Geschichte des Gründers der Pfadfinder: Robert Baden-Powell.
Ein Mann dessen Geschichte von einer unglaublichen Entwicklung geprägt war, die ihn von einem Kriegshelden in einem sehr brutalen Kolonialkrieg zum Vater aller Pfadfinder machte. Aber auch ein Mann der durchaus seine Kontroversen hat, die auch heute, fast 120 Jahre nach dem ersten Pfadfinderlager der Welt, noch diskutiert werden.
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Worum es in dieser Folge geht
Gleich zwei Mitreisende haben sich diese Folge gewünscht: Robert Baden-Powell, den Gründer der Pfadfinder. Wir beginnen mit einer aktuellen Debatte um eine Statue von ihm in Poole, die nach den Protesten um Black Lives Matter infrage gestellt wurde. Dann folgen wir seinem Leben, von der Geburt 1857 in London über die Militärkarriere in den britischen Kolonien bis zu den umstrittenen Einsätzen im heutigen Simbabwe.
Berühmt wird Baden-Powell durch die Belagerung von Mafeking im Burenkrieg, die er von Oktober 1899 bis Mai 1900 übersteht. Über Nacht ist er Nationalheld, und sein militärisches Handbuch „Aids to Scouting“ findet ein ganz neues Publikum. Wir erzählen, wie daraus mit einem ersten Zeltlager auf einer Insel bei Poole die Pfadfinderbewegung entsteht. Am Ende fragen wir, wie man heute mit einem Mann umgeht, der so viel Gutes angestoßen und zugleich so viel Fragwürdiges getan hat.
Kurz gefragt
Wie wurde Baden-Powell berühmt?
Durch die erfolgreiche Verteidigung der Stadt Mafeking im Burenkrieg, die bis zum 17. Mai 1900 dauerte.
Was war „Aids to Scouting“?
Ein militärisches Handbuch zur Ausbildung von Spähern und Kundschaftern, mit Anleitungen zu Kartenlesen, Beobachtung und Spurenlesen. Es wurde zum Vorläufer der Pfadfinderidee.
Warum ist Baden-Powell umstritten?
Wegen seiner langen Beteiligung an britischen Kolonialkriegen in Indien und Afrika und wegen umstrittener Handlungen in Matabeleland und bei der Belagerung von Mafeking.