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WR144 – Von der altgriechischen Raketentaube bis zur V2 Rakete

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Am Anfang standen wie so oft die alten Griechen. Aber sie sahen in der Raketentechnik nichts weiter als ein Spielzeug oder eine interessante Theorie. Die ersten Raketen wurden den Chinesen zugeschrieben, die sie erst als Waffe und dann als Träger für Feuerwerke erkannten und nutzten. Von da an gingen Raketen als Waffen um die Welt und der Spaß and Feuerwerken folgte. Doch es bedurfte einiger Träumer und Denker um in den Raketen mehr zu sehen. Sie wurden nun in den Gedanken dieser Menschen zu Vehikeln, die die Menschheit zu den Sternen bringen würden. Doch bis da hin war noch ein weiter Weg zu gehen. Bevor die Raumfahrt in ihre Kinderschuhe steigen konnte, stand noch ein schrecklicher Krieg im Raum der diese Entwicklungen jedoch stark beschleunigen würde…

Worum es in dieser Folge geht

Mit dieser Folge starten wir unsere Reihe über die Geschichte der Raumfahrt, und zum ersten Mal ist ein Gast mit im Raumzeitschiff: Schaumie. Wir beginnen um 400 vor Christus in Tarent bei Archytas und seiner hölzernen Taube, die mit Dampf durch die Luft schoss. Das Prinzip dahinter, den Rückstoß, nutzen Raketen bis heute. Weiter geht es zu den „Pfeilen des fliegenden Feuers“, mit denen sich die Chinesen 1232 gegen die Mongolen verteidigten.

Dann lernen wir die Väter der Raumfahrt kennen: Konstantin Ziolkowski, der Jules Verne verschlang und die Grundlagen berechnete, sowie Hermann Oberth und Robert Goddard. Wir folgen der Raketenentwicklung bis nach Peenemünde zur V2 und zu den Plänen für noch größere Raketen, schauen auf das Raketenflugzeug Natter und landen schließlich bei Sergei Koroljow.

Kurz gefragt

Was war die Taube des Archytas?
Eine hohle Holztaube auf einer Metallkugel mit Wasser. Wurde die Kugel erhitzt, trieb der Dampf die Taube in die Luft, angeblich gut 200 Meter weit.

Was hielt Hermann Oberth für den Menschen aushaltbar?
Nach Experimenten am eigenen Körper kam er 1909 zu dem Schluss, dass ein Mensch im Liegen 4 bis 6 g aushält, kurzzeitig auch 8 bis 10 g, und vermutlich auch die Schwerelosigkeit.

Was war die Natter?
Ein deutsches Raketenflugzeug aus der Endphase des Krieges. Der einzige bemannte Start am 1. März 1945 endete für den Testpiloten Lothar Sieber tödlich.