Wir schauen heute auf einen sehr frühen Fall von Foto-Manipulation, die selbst den Schöpfer von Sherlock Holmes, Sir Arthur Conan Doyle täuschte.
Wie konnte es so kommen, das kurz nach dem Ende des ersten Weltkriegs Menschen auf der ganzen Welt an Feen glaubten, und welche frohe Botschaft sie daraus interpretierten.
Schnallt Euch an, es geht los!
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#Feen von Cottingley #Arthur Conan Doyle #Neuere und neueste Geschichte #Westeuropa
Worum es in dieser Folge geht
Wir beginnen am 27. Dezember 1904 im Duke of York’s Theatre in London bei der Premiere von „Peter Pan“. Die Kinder im Saal glauben fest an die kleine Fee, die als flackerndes Licht über die Bühne huscht. Wir erklären, warum sie Tinker Bell heißt und was ein Kesselflicker damit zu tun hat. Ein gutes Jahrzehnt später, mitten im Ersten Weltkrieg, kommt die junge Frances Griffiths mit ihrer Mutter aus Südafrika ins englische Dorf Cottingley.
Zusammen mit ihrer 16-jährigen Cousine Elsie Wright spielt sie am Bach und behauptet, dort Feen gesehen zu haben. Als Beweis machen die Mädchen Fotos. Nach dem Krieg sind viele Erwachsene bereit zu glauben, darunter der Theosoph Edward Gardner und ausgerechnet Sir Arthur Conan Doyle, der Schöpfer des rationalen Sherlock Holmes. Wir erzählen, wie die Bilder um die Welt gingen und was am Ende wirklich dahintersteckte.
Kurz gefragt
Waren die Feen von Cottingley echt?
Nein. Die Mädchen hatten Illustrationen aus einem Buch nachgezeichnet. Pikanterweise enthielt dieses Buch eine Kurzgeschichte von Arthur Conan Doyle.
Warum glaubte Conan Doyle an die Fotos?
Er sah darin einen Beweis, dass das Leben mehr Glanz und Geheimnis hat, als der materielle Verstand zulässt. Nach dem Krieg wollten viele Menschen genau das glauben.
Woher hat Tinker Bell ihren Namen?
Vom Tinker, dem Kesselflicker, dessen Hammerschläge auf Zinn wie eine Glocke klangen. Ursprünglich hieß die Fee „Tippytoe“.