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WR161 – Tödliches Wundermaterial: Eine kleine Geschichte des Asbests

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Heute ist Asbest ein Stoff, dessen Namen nicht nur jeder schon einmal gehört hat, sondern von dem auch jeder weiß, das er gefährlich ist. Was aber steckt dahinter? Was genau ist Asbest eigentlich und worin liegt die Gefahr? Warum ist Asbest so weitreichend genutzt worden obwohl er so gefährlich ist?
Antworten auf diese Fragen und einiges mehr gibt es in unserer heutigen Folge!

Worum es in dieser Folge geht

Schon Theophrastos von Eresos beschreibt einen Stein, dem Feuer nichts anhaben kann. Die Griechen kennen ewige Dochte und Tücher, die man im Feuer reinigt, und Plinius berichtet von Leichentüchern für Könige. Doch schon in der Antike fällt auf, dass Sklaven aus den Minen husten und früh sterben. Wir erklären, was Asbest eigentlich ist: eine Gruppe natürlicher Mineralien aus feinen Kristallfasern, die sich fast wie Wolle anfühlen.

Mit der Industrialisierung wird Asbest zum Wundermaterial, in Dämmung, Bremsbelägen, Dichtungen und sogar Zahnpasta. Obwohl Lungenkrebs durch Asbest schon 1943 erstmals als Berufskrankheit anerkannt wird, geht der Siegeszug weiter. Wir erzählen vom Weg zu den Verboten und von Orten, die bis heute mit dem Material leben, darunter die russische Stadt Asbest.

Kurz gefragt

Warum ist Asbest gefährlich?
Mikroskopisch feine Fasern setzen sich in der Lunge fest. Sie können Asbestose und Rippenfellkrebs auslösen, oft erst nach Jahrzehnten.

Wann wurde Asbest verboten?
Die DDR verbot Spritzasbest 1969. Österreich und die Schweiz verhängten 1990 ein generelles Verbot, Deutschland drei Jahre später, die EU erst 2005.

Gibt es heute noch Asbestabbau?
Ja. Die russische Stadt Asbest mit rund 70.000 Einwohnern lebt bis heute davon. Die kanadische Stadt Asbestos dagegen heißt inzwischen Val-des-Sources.