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WR132 – Die größte Stadion-Katastrophe der Geschichte

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Wir landen heute ein paar Kilometer nördlich von Rom. Dort finden wir im Jahr 27 nach Christi Geburt ein beeindruckendes Bauwerk – ein gigantisches Stadion, ein Amphi Theater der Superlative. Doch am Tag der großen Eröffnung nimmt eine Katastrophe ihren Lauf, die alles in den Schatten stellt, was in der Geschichte des Sports jemals passiert ist. Wenige Sekunden nach dem Beginn der Katastrophe haben mehrere zehntausend Menschen ihr Leben verloren. Was ist hier passiert?

Worum es in dieser Folge geht

Wir landen im Jahr 27 nach Christus ein paar Kilometer nördlich von Rom. Kaiser Tiberius hat sich nach Capri zurückgezogen und hielt nie viel von Gladiatorenspielen, doch sein Verwalter hebt die Ächtung auf. Die Römer sind ausgehungert nach Spielen, und in Fidenae steht ein neues, frei stehendes Amphitheater kurz vor der Eröffnung. Gebaut hat es ein Freigelassener namens Atilius.

Wir erklären, wer im römischen Gesellschaftsgefüge die Freigelassenen waren und warum gerade sie oft Geschäftssinn bewiesen. Dann schauen wir mit Tacitus und Sueton, den beiden wichtigsten Quellen, auf den Eröffnungstag, an dem das Stadion einstürzt. Tacitus spricht von 50.000 Getöteten oder Verwundeten. Selbst wenn die Zahl übertrieben ist, gilt Fidenae als tödlichste Sportkatastrophe aller Zeiten. Am Ende steht ein neues Baurecht.

Kurz gefragt

Wie viele Opfer gab es in Fidenae?
Tacitus nennt 50.000 Getötete oder Verwundete, Sueton eine niedrigere Zahl. Die genaue Zahl lässt sich nicht klären, auch weil das Stadion wohl kaum 50.000 Plätze hatte.

Was änderte sich nach der Katastrophe?
Der Senat schrieb vor, auf die Solidität des Baugrunds zu achten. Amphitheater durften nur noch Bürger mit dem Vermögen eines römischen Ritters errichten, mindestens 400.000 Sesterzen.

Wie reagierte Tiberius?
Laut Sueton kam er sofort von Capri aufs Festland, um Hilfe zu organisieren, obwohl er eigentlich nicht gestört werden wollte.