Worum es in dieser Folge geht
Nur rund 220 Kilometer östlich von Göbekli Tepe, in Midyat in der Provinz Mardin, entdecken Arbeiter bei der Restaurierung der Altstadt in einem Keller einen verschütteten Eingang. Dahinter liegt ein über 100 Meter langer Tunnel und ein Netz aus Gängen und Räumen. Es ist eine unterirdische Stadt, die den Namen Matiate erhält. Wir erklären, warum Midyat als historisches Zentrum der Assyrer, eines der ersten christlichen Völker, ein besonderer Ort ist.
In Matiate fanden Archäologen Gebetsräume, Silos, Brunnen und Funde aus dem zweiten und dritten Jahrhundert. Ausgrabungsleiter Gani Tarkan geht davon aus, dass die Stadt mindestens 1900 Jahre lang genutzt wurde, vermutlich von Christen auf der Flucht vor römischer Verfolgung. Zum Vergleich besuchen wir Derinkuyu in Kappadokien mit seinen vielen Stockwerken, Kirchen und Tausenden Luftschächten, die zugleich als Brunnen dienten. Wir sprechen über Theorien, wer solche Städte zuerst angelegt hat, und über Graham Hancocks umstrittene Idee einer vergessenen Hochkultur.
Kurz gefragt
Was ist Matiate?
Eine unterirdische Stadt unter dem türkischen Midyat, die bei Restaurierungsarbeiten entdeckt wurde und als größte bekannte ihrer Art gilt.
Wie alt ist Matiate?
Funde stammen aus dem zweiten und dritten Jahrhundert. Der Ausgrabungsleiter geht von mindestens 1900 Jahren Nutzung aus.
Wie kam Luft in die unterirdischen Städte?
In Derinkuyu sorgten Tausende Schächte für Belüftung. Die tiefsten reichten bis zum Grundwasser und dienten auch als Brunnen.