Worum es in dieser Folge geht
Am 7. Oktober 1911 spüren Polizisten auf einer Farm bei Bartlesville in Oklahoma den Zug- und Bankräuber Elmer McCurdy auf, auf den 2.000 Dollar Kopfgeld ausgesetzt sind. Wir erzählen sein Leben: geboren 1880 in Maine, früh dem Alkohol verfallen, bei der Armee im Umgang mit Nitroglyzerin ausgebildet. Seine Überfälle scheitern meist an der Dosierung: Beim Zugraub 1911 sprengt er den Tresor samt Inhalt, in einer Bank in Kansas erbeutet er nur 150 Dollar. Beim Schusswechsel auf der Farm wird er getötet.
Damit beginnt seine eigentliche Reise. Weil niemand den einbalsamierten Leichnam abholt, wird er zur Attraktion. Später tourt er mit Jahrmärkten, wirbt als „toter Drogenteufel“ für den Film „Narcotic“, landet in einem Lager in Los Angeles, hat einen Auftritt im Film „She Freak“ von 1967 und wird an ein Wachsfigurenkabinett verkauft. 1976 wollen Filmleute im Spukhaus des Vergnügungsparks The Pike eine vermeintliche Puppe abhängen, brechen ihr einen Arm ab und erkennen, dass es ein echter Mensch ist. Am 22. April 1977 wird Elmer McCurdy in Guthrie, Oklahoma, beerdigt, unter 60 Zentimetern Beton.
Kurz gefragt
Wer war Elmer McCurdy?
Ein glückloser Zug- und Bankräuber, der 1911 in Oklahoma erschossen wurde und dessen Leichnam danach über 65 Jahre lang ausgestellt wurde.
Wo wurde seine Leiche gefunden?
1976 im Spukhaus des Vergnügungsparks The Pike in Long Beach, bei Dreharbeiten zu „Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann“.
Wo liegt Elmer McCurdy heute?
In Guthrie, Oklahoma, neben dem Gesetzlosen Bill Doolin. Über den Sarg wurde Beton gegossen, damit niemand ihn stiehlt.