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WR169 – Sport der Könige: Echtes Tennis

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Die Geschichte des Tennis ist lang und ereignisreich. Heute sprechen wir über eine bis heute gespielte Version, die der direkte Vorgänger des modernen Tennis ist: Real Tennis – oder Echtes Tennis.

Wir erfahren nicht nur spannendes über den Sport an sich, sondern auch seine enge Verknüpfung mit den europäischen Königshäusern.

Englischer Wiki-Artikel mit Fotos:

https://en.wikipedia.org/wiki/Real_tennis

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Worum es in dieser Folge geht

Schach gilt als Spiel der Könige, aber was ist der Sport der Könige? Die Antwort ist Echtes Tennis, auf Englisch Real Tennis, auf Französisch Courte Paume. Wir gehen zurück zum französischen Jeu de Paume, bei dem der Ball zunächst mit der Handfläche geschlagen wurde. Erst kamen Handschuhe, dann Holzpaddel und schließlich Schläger. Jeu de Paume war 1908 sogar olympisch und hat die älteste jährlich ausgetragene Weltmeisterschaft aller Sportarten.

Wir erzählen, wie eng der Sport mit der europäischen Politik und den Königshäusern verknüpft war, vom Royal Tennis Court am Hampton Court Palace, auf dem Heinrich VIII. spielte, bis zu Shakespeares „Heinrich V.“. Dann erklären wir die Regeln: einen asymmetrischen Hallenplatz mit Dächern und Galerien, Aufschläge mit Namen wie Railroad oder Boomerang. Zum Schluss schauen wir, wo man Echtes Tennis heute noch spielen kann.

Kurz gefragt

Was ist der Unterschied zwischen Echtem Tennis und modernem Tennis?
Echtes Tennis wird in einer Halle mit asymmetrischem Platz gespielt, der Aufschlag muss zuerst das seitliche Dach auf der Gegnerseite berühren. Der Begriff „Real Tennis“ entstand erst im frühen 20. Jahrhundert zur Abgrenzung vom „Lawn Tennis“.

Wie viele Plätze für Echtes Tennis gibt es noch?
Weltweit etwa 45.

Wer gewann olympisches Gold im Jeu de Paume?
Der US-Amerikaner Jay Gould II, 1908, bei den einzigen Spielen, bei denen es in dieser Sportart Medaillen gab.