Worum es in dieser Folge geht
Am 10. August 1628 drängen sich Menschenmassen am Hafen von Stockholm. Die Vasa, das neue Prunk- und Kriegsschiff von König Gustav II. Adolf, bricht zu ihrer Jungfernfahrt auf. Sie ist 61 Meter lang, trägt über 700 bunt bemalte Figuren und 64 Geschütze, die größte Ansammlung von Artillerie auf einem Kriegsschiff zu dieser Zeit. Gebaut wurde sie im Dreißigjährigen Krieg, um gegen Polen die Weichselmündung bei Danzig zu blockieren.
Nur wenige Minuten nach dem Ablegen kentert die Vasa und sinkt im Hafen. Wir erzählen, wie man jahrzehntelang versuchte, sie zu heben, wie 1663 bis 1665 Taucher mit Taucherglocken 53 Bronzekanonen bargen und wie das Wrack danach in Vergessenheit geriet, bis Anders Franzén es wiederfand. Im April 1961 wurde die Vasa gehoben und steht heute in einem eigenen Museum in Stockholm. Zum Schluss gehen wir den Gründen für den Untergang nach: Schon ein Stabilitätstest vor der Fahrt, bei dem 30 Mann über Deck rannten, musste abgebrochen werden. Bis heute spricht man vom „Vasa-Syndrom“.
Kurz gefragt
Warum sank die Vasa?
Sie war zu instabil und topplastig, auch wegen der schweren Bewaffnung auf zwei Batteriedecks. Ein Stabilitätstest vor der Fahrt war bereits gescheitert.
Wann wurde die Vasa gehoben?
Im April 1961, nach jahrelangen Vorarbeiten unter Anders Franzén.
Wo kann man die Vasa heute sehen?
Im Vasa-Museum in Stockholm, fast vollständig erhalten.