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WR228 – Das Einhorn im Eis: Jens Munk und die Nordwestpassage

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Im Mai 1619 laufen zwei dänische Schiffe aus Kopenhagen aus. An Bord: 64 Männer, ein Pfarrer, zwei englische Steuermänner und der Auftrag König Christians IV., die Nordwestpassage zu finden. Das Ziel: Weihnachten in China.

Sie kommen nie dort an. Im September 1619 sitzt Jens Munk mit seinen Schiffen an der Mündung des Churchill River fest, an der Westküste der Hudson Bay. Zu spät für die Weiterfahrt, zu spät für die Heimreise. Also überwintern sie.

Was in den folgenden Monaten passiert, hat Munk Tag für Tag in sein Tagebuch geschrieben: den ersten Toten im November, Weihnachten mit gefrorenem Bier, die Predigt des Pfarrers aus der Koje, und den Punkt, an dem niemand mehr die Kraft hat, ein Grab auszuheben.

Eine Geschichte über eine Route, die es nicht gibt, ein Schiff, das zurückbleibt, und eine Frage, über die Forscher bis heute streiten: Woran sind diese Männer eigentlich gestorben?

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