WR211 – Gottes Hände und der Mann, der Japans Steinzeit vergrub
Shinichi Fujimura war ein Fabrikarbeiter ohne Studium — und der berühmteste Archäologe Japans. Wo immer er grub, fand er Steinwerkzeuge. Immer älter, immer sensationeller. 40.000 Jahre. 200.000. Am Ende fast 600.000 Jahre. Sie nannten ihn „Gottes Hände.“
Seine Funde standen in Schulbüchern. Museen stellten sie aus. Eine ganze Kleinstadt erfand sich wegen seiner Entdeckungen neu. 25 Jahre lang schrieb ein einzelner Mann die Vorgeschichte seines Landes um — und niemand stellte eine Frage.
Bis eine Zeitung versteckte Kameras aufstellte.
In dieser Folge erzählen wir die Geschichte des größten Archäologie-Betrugs seit dem Piltdown-Mann. Es geht um ein Land, das nach dem Krieg verzweifelt nach einer neuen Vergangenheit suchte. Um ein System, das Kritiker zum Schweigen brachte. Und um die Frage, warum wir so bereitwillig glauben, was uns schmeichelt.
Eine Geschichte über Nationalstolz, Wissenschaft ohne Kontrolle — und Hände, die am Ende sich selbst zerstörten…
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