Worum es in dieser Folge geht
Am 29. November 1970 stoßen ein Vater und seine Töchter beim Wandern im Isdalen, dem „Eistal“ am Berg Ulriken bei Bergen, auf eine verkohlte Leiche. Die Polizei findet kein Lagerfeuer, und an allen Gegenständen sind Etiketten und Markennamen entfernt. In Norwegen wird keine passende Frau vermisst. Drei Tage später taucht am Bahnhof von Bergen ein Koffer auf, dessen Inhalt ebenfalls unkenntlich gemacht wurde. Darin liegt ein Notizblock mit einer Art Code, und ein Fingerabdruck auf einer Brille passt zur Toten.
Wir verfolgen die Ermittlungen: Die Frau reiste mit mehreren Identitäten, etwa als Finella Lorck, durch Norwegen und Europa. Der Code entpuppt sich als Reiseplan, ihre Handschrift taucht in Hotelmeldezetteln auf. Belgische und andere Behörden helfen mit, doch niemand kennt die Frau. Die Polizei schließt den Fall als Selbstmord ab. Am 5. Februar 1971 wird sie in einem unmarkierten Grab in Bergen beigesetzt, ihr Kiefer aber aufbewahrt. Neuere Untersuchungen deuten darauf hin, dass sie um 1930 im Raum Nürnberg geboren wurde und als Kind nach Frankreich oder ins Grenzgebiet zog. Wer sie war, ist bis heute offen.
Kurz gefragt
Wer war die Isdal-Frau?
Eine unbekannte Frau, deren verbrannte Leiche 1970 bei Bergen in Norwegen gefunden wurde. Ihre Identität ist bis heute nicht geklärt.
Was weiß man heute über sie?
Untersuchungen ihres Kiefers deuten auf eine Geburt um 1930 im Raum Nürnberg und eine Kindheit in Frankreich oder im deutsch-französischen Grenzgebiet hin.
Wie wurde der Fall abgeschlossen?
Die norwegische Polizei schloss ihn offiziell als Selbstmord ab. Viele Fragen blieben dabei offen.