…los geht’s!
Worum es in dieser Folge geht
Am Namenstag der Heiligen Juliana im Jahr 1164 beginnt an der friesischen Nordseeküste eine Sturmflut, die als Julianenflut in die Chroniken eingeht. Bis zu 20.000 Menschen sollen sterben, rund 190 Quadratkilometer Land gehen verloren, und an der Mündung der Jade entsteht eine neue Bucht: der Anfang des Jadebusens. Die Deiche, die es damals schon gab, wurden einfach überspült. Wir gehen die Fluten der folgenden Jahrhunderte durch, von der Marcellusflut 1219 bis zur Cosmas-und-Damian-Flut 1509, mit der der Jadebusen seine größte Ausdehnung erreichte.
Dann kommen wir zum eigentlichen Ziel: dem Sehestedter Moor in der Gemeinde Jade, dem einzigen Außendeichsmoor der Welt. Wir erklären den Unterschied zwischen Marsch, Geest, Nieder- und Hochmoor und warum ein Teil dieses Moores bei Sturmflut aufschwimmt. Der Deich auf moorigem Untergrund macht bis heute Probleme: 1958 sackte er um 1,50 Meter ab, seit 2011 halten ihn bis zu 25 Meter tiefe Spundwände. Das schwimmende Moor ist auf rund zehn Hektar geschrumpft und lässt sich über einen Bohlenweg besuchen.
Kurz gefragt
Wie ist der Jadebusen entstanden?
Durch eine Reihe von Sturmfluten, beginnend mit der Julianenflut 1164. Spätere Fluten bis 1509 vergrößerten die Bucht weiter.
Was ist das schwimmende Moor?
Ein Teil des Sehestedter Moores am Jadebusen, der außerhalb des Deichs liegt und bei Sturmflut aufschwimmt. Es ist das einzige Außendeichsmoor der Welt.
Kann man das schwimmende Moor besuchen?
Ja. Seit 2007 gibt es einen Bohlenweg und eine Beobachtungsstation.