Und dann gibt es ja auch noch die wohl brennendste Frage: Wer war eigentlich dieser Murphy?
Worum es in dieser Folge geht
„Alles, was schiefgehen kann, wird schiefgehen.“ Wer war eigentlich dieser Murphy? Die Spur führt zu einem Mann, der gar nicht Murphy heißt: John Paul Stapp. Der Sohn amerikanischer Missionare wächst in Brasilien auf, wird Arzt und Biophysiker und will nach dem Zweiten Weltkrieg herausfinden, wie viel Beschleunigung ein Mensch überlebt. Damit sollen Piloten bei hohen Geschwindigkeiten sicher aussteigen können.
Auf der Edwards Air Force Base setzt sich Stapp im Projekt MX-981 selbst auf einen Raketenschlitten. Während der Tests stößt Captain Edward Murphy mit seinen Sensoren dazu, und aus einer Panne entsteht der berühmte Satz. 1954 rast Stapp mit dem Sonic Wind auf über 1.000 km/h und bremst in 1,4 Sekunden ab. Wir erzählen auch, wie Joe Kittinger bei seinem Rekordsprung 1960 selbst erlebte, was alles schiefgehen kann.
Kurz gefragt
Wer hat Murphys Gesetz erfunden?
Ähnliche Sätze gab es schon im 19. Jahrhundert. Bekannt wurde die Formulierung durch Stapp und sein Team, das bei jedem Test bewusst alles bedachte, was schiefgehen könnte.
Wie viel g hielt John Paul Stapp aus?
Bei seinem Lauf mit dem Sonic Wind im Dezember 1954 wirkten 46,2 g auf ihn. Danach waren seine Augen vollständig mit Blut gefüllt.
Was hat Stapp mit Chuck Yeager zu tun?
Stapp behandelte in seiner Freizeit heimlich Angehörige von Mitarbeitern der Edwards Air Force Base. Laut Yeager kümmerte er sich so auch um dessen Söhne.