Im Oktober 1951 starb Henrietta Lacks mit nur 31 Jahren an Krebs. Aber ohne ihr Wissen wurde ihr eine Zellprobe entnommen, die zur ersten unsterblichen Zelllinie der Welt wurde. Unzählige wissenschaftliche Entdeckungen konnten dank ihrer Zellen gemacht werden und doch dauerte es viele Jahrzehnte, bis ihre eigene Familie von Henriettas großartigen Zellen erfuhr…
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#Henrietta Lacks #HeLa-Zellen #Zeitgeschichte #Nordamerika
Worum es in dieser Folge geht
Henrietta Lacks wird 1920 in Roanoke, Virginia, geboren, wächst bei ihrem Großvater in einer ehemaligen Sklavenhütte auf und arbeitet schon als Kind auf den Tabakfeldern. Mit ihrem Mann David zieht sie nach Turner Station bei Baltimore, wo die Familie weiter wächst. 1951 stellen Ärzte am Johns Hopkins Hospital bei ihr Gebärmutterhalskrebs fest. Während der Behandlung werden ihr ohne ihr Wissen und ohne ihre Zustimmung zwei Gewebeproben entnommen.
Henrietta stirbt im Oktober 1951 mit 31 Jahren. Ihre Krebszellen aber teilen sich im Labor immer weiter. Als HeLa-Zellen werden sie zur ersten unsterblichen Zelllinie der Welt und zur Grundlage unzähliger Forschungen, vom ersten Polio-Impfstoff bis heute. Wir erzählen, wie lange ihre Familie nichts davon wusste, warum Forscher 1973 bei ihrer Familie Blutproben nahmen und wie spät Henrietta Lacks die Anerkennung bekam, die ihr zusteht.
Kurz gefragt
Was sind HeLa-Zellen?
Die erste unsterbliche menschliche Zelllinie, benannt nach den Anfangsbuchstaben von Henrietta Lacks. Die Zellen teilen sich im Labor unbegrenzt, solange die Bedingungen stimmen.
Wofür wurden HeLa-Zellen verwendet?
Unter anderem testete Jonas Salk in den 1950er Jahren damit den ersten Polio-Impfstoff.
Wie wurde Henrietta Lacks gewürdigt?
Erst spät, unter anderem mit einer Gedenkvorlesung an der Johns Hopkins University, einem nach ihr benannten Forschungsgebäude und 2021 einer Auszeichnung der WHO, die ihr Sohn Lawrence entgegennahm.