Du betrachtest gerade WR011 – Der Metro-Betrug: 36 Millionen für ein Hallelujah

WR011 – Der Metro-Betrug: 36 Millionen für ein Hallelujah

  • Beitrags-Autor:
  • Beitrag veröffentlicht:
  • Beitrags-Kategorie:Folgen

Heute ist mal wieder True Crime Zeit – aber erneut sehr amüsant, ohne Blut, ohne Verletzte. Ein cleverer Coup steht heute im Zentrum der Folge, der heute so ganz bestimmt nicht mehr möglich wäre.
Kommt mit auf die Reise in die ganz frühen 80er und staunt wie es möglich war, mehr als 35 Millionen Mark bei der METRO zu ergaunern.
Viel Spaß bei diesem wilden Ritt von Düsseldorf nach Rio über Paris, haltet euch gut fest!

Worum es in dieser Folge geht

Düsseldorf, Dezember 1980: In der Deutschland-Zentrale der Metro arbeitet der Finanzmann Günter Schotte-Natscheff seine letzten Tage ab. Er hat gekündigt, angeblich für einen Job im Bankwesen. Erst im Januar 1981 merkt der Konzern, der für seine Pfennigfuchserei bekannt ist, dass 36,2 Millionen D-Mark fehlen. Wir erzählen, wie Günter, früher Gewinner einer Fernseh-Quizshow, und sein Partner Fred Vohwinkel, ein beliebter Wirt aus der Düsseldorfer Kneipenszene, sich 1979 kennenlernen und den Coup planen. Im Kern musste Günter kaum mehr tun, als ein paar Unterschriften zu fälschen.

Mit dem Geld in Tausendmarkscheinen geht es nach Paris. Dort feiern die beiden so ausgelassen, dass es in der Zeitung steht: Günter kauft eine ganze Vorstellung im Lido für vier Personen. Fast hätten sogar zwei Justizbeamte aus Freds Bekanntenkreis mit ihnen Silvester gefeiert. Am Ende werden beide gefasst und in Düsseldorf verurteilt, Günter zu fünf, Fred zu vier Jahren. Danach eröffnet Fred die Kneipe „Finanzämtche“, Günter tingelt durch Talkshows, schreibt ein Buch und nimmt den Song „Metro Man“ auf.

Kurz gefragt

Wie viel Geld wurde bei der Metro erbeutet?
36,2 Millionen D-Mark. Die Metro zeigte den Verlust im Januar 1981 bei der Düsseldorfer Kripo an.

Wer steckte hinter dem Metro-Coup?
Der Finanzmitarbeiter Günter Maximilian Schotte-Natscheff und sein Partner Manfred „Fred“ Vohwinkel.

Welche Strafen bekamen die beiden?
Günter wurde als Haupttäter zu fünf Jahren verurteilt, Fred zu vier. Sie kamen nach vier beziehungsweise drei Jahren frei.