Worum es in dieser Folge geht
Wir starten bei der Oscarverleihung am 29. März 1976, wo „Einer flog über das Kuckucksnest“ alle fünf großen Preise gewinnt. Vom Film geht es zum Roman und seinem Autor Ken Kesey. Als Student in Stanford arbeitete er nachts in der Psychiatrie eines Veteranenkrankenhauses und nahm an einem Forschungsprojekt teil, in dem er LSD, Meskalin und andere Substanzen testete. Später gründete er die „Merry Pranksters“, die mit ihren Acid-Tests als Vorreiter der Hippie-Bewegung gelten.
Das Projekt, an dem Kesey teilnahm, gehörte vermutlich zu MKUltra, dem geheimen Programm der CIA zur Erforschung von Gedankenkontrolle unter der Leitung von Sidney Gottlieb. Fast 20 Jahre lang liefen rund 149 Unterprojekte an Universitäten, Krankenhäusern und Gefängnissen, oft mit Menschen, die nicht wussten, dass man ihnen Drogen gab. Wir sprechen auch über Theodore Kaczynski, der als Harvard-Student an einer belastenden Studie teilnahm und später als Unabomber bekannt wurde. Das Fazit des Programms: Einen Menschen komplett umprogrammieren kann man nicht.
Kurz gefragt
Was war MKUltra?
Ein geheimes, illegales Forschungsprogramm der CIA, das ab den 1950er Jahren fast 20 Jahre lang Methoden der Gedankenkontrolle untersuchte, unter anderem mit Drogen.
Was hat Ken Kesey mit MKUltra zu tun?
Er nahm als Student freiwillig an Drogentests in einem Veteranenkrankenhaus teil, die vermutlich Teil des Programms waren.
Funktioniert Gehirnwäsche?
Nach den Ergebnissen von MKUltra nicht. Man kann bestehende Tendenzen verstärken, aber keinen Menschen vollständig umprogrammieren.